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Philippinen - mehr Ärger als Spaß
#1
Im Vergleich zu den Nachbarländern kommen derzeit wesentlich weniger Touristen auf die Philippinen. Der Inquirer überlegt, woran das liegt.

Das Tor zu den Philippinen ist für die meisten Touristen der internationale Flughafen in Manila. Der ist überlastet und dort läuft es nicht optimal: zeitaufwändige Gepäckabfertigung und ebensolches Warten in langen Schlangen bei Ankunft und Abflug. Hinzu kommen unzuverlässige Flugverbindungen mit vielen Verspätungen. Wer dann dort zum Hotel muss, steckt im Verkehr fest und hat Glück, wenn er dazu nicht noch vom Taxifahrer abgezockt wird. Der erste Eindruck ist damit oft schon negativ.

Diese Unzuverlässigkeit durchzieht das ganze Land. Urlauber haben aber nicht drei Tage zur Verfügung, um dies auszugleichen. Teile des Landes sind verkehrstechnisch nicht erschlossen. Dann ist das Motorrad die einzige Möglichkeit, sich fortzubewegen.

Touristen wollen eine Internetverbindung, die aber nicht überall und schon gar nicht in guter Qualität zur Verfügung steht. Ich setze mal Stromausfälle, von denen im Artikel nicht die Rede ist, noch dazu.

Ein amerikanischer Journalist meint, die Philippinen sprechen eher Touristen mit einer Abenteuer-Denkweise an, als Mainstream-Reisende. 

Mehr:

Inquirer

Nach meiner Meinung ist da viel dran und es wird sich auch nicht schnell etwas ändern. Vielleicht bin ich egoistisch, aber einen Massentourismus würde ich mir dort auch nicht wünschen. Mir ist zum Beispiel Boracay schon jetzt zu überlaufen.  Das tut weh ...
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#2
Ich habe auf Siquijor fast nur junge Leute gesehen. Das ist in Cebu und Valencia natürlich anders. Auf Camotes war eher weniger los.

Das mit der Abenteuerlust lässt wohl im Alter nach. Dementsprechend sucht man sich seine Ziele aus. Ich bin heute über 4 Stunden mit dem Moped auf Negros unterwegs gewesen, Zuckerrohrernte beobachten. Das hört natürlich auch irgendwann mal auf.
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#3
Ich hatte schonmal im anderen Thread geschrieben, das liegt an der Infrastruktur und am Preis,- Leistungsverhältniss. Das Reisen auf den Philippinen dauert länger und ist beschwerlicher als in anderen Ländern, die Hotels sind teurer und bieten wenig Service. Hat bestimmt schonmal jeder erlebt, man sitzt im Restaurant und möchte nochwas bestellen, aber es kommt keiner, weil das Personal irgendwo rumsteht und daddelt mit dem Handy. Zu fast allen Ländern in Südostasien gibt es Direktflüge, zu den Philippinen nicht, der normale Tourist will keine Zeit verlieren bei der Anreise oder innerhalb des Landes zu reisen, diese Zeit geht ja vom Urlaub verloren.
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#4
Ich war im November eine Woche in Bangkok und wenn ich das, was ich dort an Service und Freundlichkeit in Hotel, Restaurants und Geschäften erlebt habe mit meinen jetzigen Erfahrungen auf den Philippinen vergleiche … da liegen Welten zwischen. Angefangen bei der Aufmerksamkeit der Bedienungen im Restaurant über Kundenservice in Geschäften in der Mall bis zur Geschwindigkeit, mit der Kassiererinnen im Supermarkt an der Kasse kassieren.
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#5
(14-01-2026, 07:54)Hardinero schrieb: Diese Unzuverlässigkeit durchzieht das ganze Land.

Und steht nach meinem Eindruck in diametralem Gegensatz zum Selbstbild, dass viele Filipinos von sich und ihrem Land haben, selbst bei denen, die als OFW in anderen entwickelteren Ländern gearbeitet haben. Da wird dann sehr schnell bei Kritik relativiert: „Must be Patient“ „its Not easy“oder, wenn gar nichts mehr hilft „its Gods will“. Es ist wie es ist und man nimmt es so hin.  Diese Zentriertheit auf sich selbst finde ich auch, wenn ich mir mal abendliche Nachrichtensendungen und deren Themen anschaue. Weltpolitik? Wenn’s Katastrophen sind, dann ja.
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#6
(15-01-2026, 03:42)Falconwing schrieb: Es ist wie es ist und man nimmt es so hin.  

Man will keine Kritik hören. Weglächeln, wegsingen usw. Konstruktive Gespräche kaum möglich.
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#7
(15-01-2026, 06:14)Adlaw schrieb: wegsingen
Jetzt verstehe ich, warum Karaoke meist absolut grauenvoll klingt. Groehl
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#8
Wie kann man wissen, welche Ansprüche Touristen haben, wenn man mit dem Tabo aufgewachsen ist? 
Dazu kommt eine allgegenwärtige Pflichtversessenheit Pflichtvergessenheit: viele Menüs stehen nicht zur Verfügung, weil niemand das Lager auffüllt. Lagerbewirtschaftung ist generell ein Schwachpunkt auf den Philippinen, nicht nur in der Tourismusbranche.
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